Die Kunst, mit Erde zu malen

Bernd Gerstner lebt und arbeitet in Heddesheim. Hier entstehen seine außergewöhnlichen Bilder und Skulpturen aus Erdfarben.

Bernd Gerstner

„Meine Erdbilder zeigen nicht nur Erdmotive sondern sind aus Naturmaterialien hergestellt. Die Farbpalette der Bilder wird allein durch die natürliche Farbe der Werkstoffe erreicht und erzeugen besondere Wirkung auf den Betrachter…“

Lebenslauf

 

Wie kommt man dazu, mit Erde zu malen? Seit den 70er Jahren beschäftigt sich Bernd Gerstner mit Kunst, damals in Form von Collagen und verschiedenen Maltechniken. Nach 20 Jahren und zahlreichen Ausstellungen ist er schließlich bei Malerei mit Naturmaterialien wie Erde, Lehm, Ackerboden und Sand angekommen. Was macht für ihn die Faszination an der Malerei mit Naturstoffen aus? „Meine Erdbilder zeigen nicht nur Erdmotive sondern sind aus Naturmaterialien hergestellt. Die Farbpalette der Bilder wird allein durch die natürliche Farbe der Werkstoffe erreicht und erzeugen besondere Wirkung auf den Betrachter. Die verwendeten Materialien sind immer elementarer Bestandteil des Werks – was sich ungeübten Betrachtern jedoch nicht immer sofort erschließt.“
 
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Die Motive seiner Erdbilder sind dabei sehr unterschiedlich – häufig ist es jedoch die Auseinandersetzung mit Kriegen, dem Wahnsinn des Holocaust oder mit Goethes Faust.
Neben den Experimenten auf Leinwand zählen auch eindrucksvolle Skulpturen zu seinen Werken. Hierbei verbindet er häufig die Werkstoffe Holz, Wachs und Blei zu ungewöhnlichen Einheiten, die zum Nachdenken anregen.
Wie er in seinen eigenen Werken ungewöhnliche Werkstoffe miteinander verbindet, so werden in seinen Kooperationen mit verschiedenen anderen Künstlern weitere Disziplinen verbunden. Holz in unterschiedlichsten Formen wie auch das geschriebene Wort fließen in die gemeinschaftlichen Werke ein und eröffnen dem Betrachter neue Dimensionen.

 

Bernd Gerstner wird 1957 in Heddesheim geboren.

Seit 1974 beschäftigt er sich mit Malerei, Graphik und Collagetechniken.

Seine erste Ausstellung findet 1980 in Mannheim statt.

Bis 1999 entstehen überwiegend Arbeiten in Öl und Mischtechnik. Die Themen der Bilder reichen über Szenen der Vergangenheit, bewegende Momente der Geschichte und in der Kunst, bis hin zur Abstraktion.

Ab 1996 experimentiert Bernd Gerstner mit Erde und Ackerboden aus denen er in einer eigens entwickelten Rezeptur die Farben für seine Werke herstellt.

Ab 1999 entstehen ausschließlich Arbeiten mit Erde, Sand, Ackerboden und ausgewählten Fundstücken.

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