Faust

In der Reihe „Faust“ setzt sich Bernd Gerstner mit dem Faust von Johann Wolfgang von Goethe auseinander – Die Worte Goethes werden dabei unmittelbares Gestaltungselement.

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Goethes Faust im Original, aber auch Kommentare, Interpretationen und nicht zuletzt die Verfilmung der Inszenierung des Faust durch das Deutsche Schauspielhaus Hamburg aus dem Jahr 1960 sind Quellen der Inspiration für Gernster bei diesen Werken.

Die Bilder, die bereits Goethe durch Worte erzeugte und die im Film interpretiert wurden, erfahren durch Gerstner eine weitere künstlerische Bearbeitung. Mit seinen üblichen Methoden zur Farbgebung, der Verarbeitung von Erdmaterialien in den Bildern, werden unter anderem Mephisto, Gretchen und eben der Namensgeber Dr. Faust auf die Leinwand gebannt.

Neben den Szenen aus dem Stück werden Textpassagen in die Arbeit integriert, um die Verbindung zu Goethe so eng als möglich zu machen.

Der Faust wird dabei von Gerstner nicht von der ersten bis zur letzten Seite durchgearbeitet. Er nimmt sich die Freiheit, in loser Reihe Szenen zu würdigen, die ihn besonders bewegen und sie vom Original zu entfremden, um den Bildern einen stärkeren Ausdruck zu verleihen.

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